Fahrradmitnahme im Regionalzug

Fahrradmitnahme im Regionalzug © ADFC

Bahn + Rad

Die Anreise mit der Bahn ist nicht nur umwelt- und klimafreundlicher als mit dem Auto. Wer sich im Zug auf den Weg in den Radurlaub macht, ist auch nicht darauf angewiesen, am Ende der Tour wieder zum Auto zurück zu gelangen.

Die Winterferien sind vorbei und es wird höchste Zeit, an die Planung des nächsten Urlaubs zu denken. Wie wäre es mit einer Tour mit dem Rad? Sobald es eine größere Radreise sein soll, stellt sich schnell die Frage: Wie komme ich zum Startort meiner Reise? Und wie gelange ich am Ende der Reise zusammen mit meinem Rad am besten wieder nach hause?

Die Anreise mit der Bahn ist nicht nur umwelt- und klimafreundlicher als mit dem Auto. Wer sich im Zug auf den Weg in den Radurlaub macht, ist auch nicht darauf angewiesen, am Ende der Tour wieder zum Auto zurück zu müssen. Das macht die Reiseplanung um einiges flexibler. Der ADFC hat für Sie nützliche Hinweise zur Reiseplanung mit Bahn und Rad zusammengestellt.

Hier einige Praxistipps, die dabei weiterhelfen:

Verbindungsrecherche optimieren: Bei der Online-Recherche zu Verbindungen mit Fahrradmitnahme den Haken bei der Auswahl „schnellste Verbindung“ entfernen. So werden mehr IC und EC angezeigt. Diese Züge verfügen dank eigener Fahrradabteile über größere Kapazitäten bei der Fahrradmitnahme als ein ICE. Auch eine Entfernung des Häkchens bei „ICE“ unter „Erweitere Verkehrsmittelauswahl“ kann hier helfen. Ein weiterer Tipp: Unter „Details anzeigen“ die Umsteigezeit anpassen. Das ergibt andere Verbindungen. Die Standardzeiten sind ohnehin nicht an den bei einer Fahrradmitnahme oft erhöhten Zeitbedarf für das Umsteigen angepasst.

Zeilticher Vorlauf: Für die Fahrradmitnahme im Fernverkehr gilt eine Reservierungspflicht. Es empfiehlt sich deshalb frühzeitig zu buchen. Das ist in Deutschland und einigen anderen Ländern sechs Monate vorher möglich, sonst drei Monate vorher. Es ist allerdings zu beachten, dass zum 12. Juni ein Fahrplanwechsel stattfindet. Aktuell können für Verbindungen nach diesem Datum also teilweise noch Infos fehlen.

In Etappen planen: Prüfen, ob sich eine grenzüberschreitende Anreise aufteilen lässt, z.B. in Verbindungen bis zur Grenze und andere danach. Es kann auch sein, dass eine Grenzüberschreitung mit Regionalzügen einfacher ist, in denen die Fahrradmitnahme unproblematisch ist. Falls für eine durchgehende Verbindung keine Fahrradkapazitäten verfügbar sind, die Reise evtl. in Teilabschnitten oder mit kleinem Umweg und bei Bedarf mit Zwischenübernachtung planen.

Der optimale Zeitpunkt: Dann fahren, wenn nicht auch alle anderen fahren. Sinnvoll ist es z.B., die Anreise mit Bahn und Rad nicht am Sonnabend zu machen, wenn es alle tun. Auch ist es empfehlenswert, bei der Reise mit Bahn und Rad innerhalb der Woche die Zeiten im Berufsverkehr zu meiden.

Weitere Informationen

Mehr Wissenswertes zur Planung Ihrer Radreise finden Sie in unserem Faltblatt "ADFC-Tipps zum Radurlaub"

Infos der Deutschen Bahn zur Fahrradmitnahme im Fernverkehr: www.bahn.de/service/individuelle-reise/bahn_und_fahrrad/rad-fernverkehr

Fahrradmitnahme im/ins Ausland: Erster Ansprechpartner für Fragen rund um internationale Tickets ist das DB-Service-Center für internationale Buchungen: Tel. 06172 913731 oder per E-Mail: service-international [at] bahn.de. Servicezeiten sind von Montag bis Freitag von 8 bis 20 Uhr sowie samstags, sonntags und an Feiertagen von 10 bis 17 Uhr. Alternativ: Bei den Bahngesellschaften des jeweiligen Landes prüfen und ggf. auch direkt dort buchen.

Weitere Informationen zur An- und Abreise mit der Bahn finden Sie auf www.adfc.de.

alle Themen anzeigen

Verwandte Themen

Sächsische Städteroute

An der Sächsischen Städte liegen unzählige bedeutende Städte Sachsens. Die Route verläuft einmal von Ost nach West quer…

Elberadweg bei Meißen

Regionale Radrouten zwischen Meißen und Dresden

Zwischen Meißen und Dresden gibt es zahlreiche regionale Radrouten, die - auch abseits des Elberadwegs - durch…

Radwandernetz Nordsachsen

In Nordsachsen wurden auf Nebenstraßen und Feldwegen einige interessante Radrouten ausgeschildert und neue Radwege in…

Spreeradweg

Der Beginn des Spreeradwegs an der Quelle in Eibau und verläuft südlich von Bautzen durch das Lausitzer Bergland.…

Regionale Routen in der Oberlausitz

Die Oberlausitz bietet eine vielfältige Landschaft mit sanften Hügeln, Flüssen und Seen, malerischen Dörfern und…

Mulderadweg

Der Mulderadweg verbindet in Sachsen drei Flüsse und sehr unterschiedliche landschaftliche Regionen. Diese Vielfalt ist…

Regionale Routen im Erzgebirge

Wenn Sie das Erzgebirge auf eine besondere Art und Weise erkunden möchten, sollten Sie eine der vielen touristischen…

Kind fährt mit dem Rad im Wald

Radweg Berlin-Dresden

Der Radweg Berlin-Dresden führt von Dresden über Senftenberg und den Spreewald auf gut ausgebauten Nebenstraßen und…

Radwanderwege im Vogtland

Das Vogtland bietet eine Fülle von Möglichkeiten für Radtouren jeden Niveaus. Neben dem Elsterradweg und ddem…

https://sachsen.adfc.de/artikel/bahn-rad

Häufige Fragen

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) setzt sich für eine fahrradfreundliche Verkehrspolitik und bessere Infrastruktur für alle Radfahrer*innen ein. Der Verband ist dabei von der örtlichen bis zur Bundespolitik auf allen Ebenen aktiv. In Sachsen engagiert sich der ADFC als verkehrspolitische Interessenvertretung von über 9.000 Mitgliedern und 10 Ortsgruppen und bietet Touren und Beratung rund um Fahrrad an. Der ADFC setzt sich dafür ein, dass sich auf unseren Straßen vom Kind bis zur Omi alle sicher fühlen können, wenn sie mit dem Rad unterwegs sind. Die Verkehrssicherheit für Radfahrende zu erhöhen, ist ein zentrales Anliegen des ADFC, auch weil dadurch die Nutzung des Fahrrads als umweltfreundliches und gesundes Verkehrsmittel gefördert wird.

    weiterlesen

  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Als Mitglied im Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) sind Sie Teil der größten Interessenvertretung für Radfahrende. Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluss auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrenden ein. Mitglieder des ADFC profitieren zudem von einer Vielzahl an Serviceleistungen wie z. B. der ADFC-Pannenhilfe, einer kostenlosen Rechtsberatung, sowie Vergünstigungen und Vorteilen bei vielen ADFC-Partnern, wie zum Beispiel teilAuto. ADFC-Angebote wie unsere Radtouren oder die ADFC-Fahrradcodierung sind für Mitlglieder vergünstigt.

    weiterlesen

  • Wie kann ich im ADFC aktiv werden und mich engagieren?

    Die Arbeit und der Erfolg des ADFC lebt vom Engagement seiner ehrenamtlichen Mitglieder vor Ort. 11.000 Menschen engagieren sich bundesweit im ADFC, etwa 300 davon in Sachsen. Sie organisieren Radtouren, kommen mit Politikern ins Gespräch und tragen mit unzähligen Aktionen dazu bei, dass die Bedingungen für Rad fahrende Menschen zunehmend besser werden. Wenn Sie sich engagieren möchten, können Sie entweder mit einer unserer Ortsgruppen in Kontakt treten oder sich per E-Mail bei uns melden.

    Sie haben keine Zeit für ehrenamtliches Engagement, möchten den ADFC aber trotzdem unterstützen? Auch das ist kein Problem!

    weiterlesen

  • Ich plane eine Radtour. Was empfiehlt der ADFC?

    Im ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ finden Sie für Ihre Reiseplanung mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland. Die Qualität touristischer Radrouten ist in Deutschland noch sehr unterschiedlich. Besonders hochwertige Routen zeichnet der ADFC als Qualitätsrouten aus. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne ist auf den ersten Blick erkennbar, mit welcher Qualität man bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen kann. Außerdem zertifiziert der ADFC fahrradfreundliche Unterkünfte mit dem Bett+Bike-Siegel. Hier sind Sie Reisende auf dem Rad immer gern gesehen!

    weiterlesen

  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass man auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen wird. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls Pflicht. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorn und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

    weiterlesen

  • Worauf sollte ich als Radfahrer*in achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

    weiterlesen

Bleiben Sie in Kontakt