Berlin startet öffentliche Datenbank gestohlener Räder
Für die Polizei ist es oft schwierig, gestohlene und wieder aufgefundene Räder dem rechtmäßigen Eigentümer zuzuordnen. Damit das besser klappt, hat die Polizei Berlin eine Datenbank eingerichtet, über die man nach seinem gestohlenen Rad suchen kann.

Um die 20.000 Fahrraddiebstähle wurden in den letzten Jahren in Sachsen zur Anzeige gebracht - pro Jahr. Trotz der verhältnismäßig niedrigen Aufklärungsquote von ca. 14% bei Fahrraddiebstählen landen mehr und mehr Räder in den Depots der sächsischen Polizei. Bei Razzien und durch Zufallsfunde werden immer wieder Fahrräder aus dem Verkehr gezogen, die offensichtlich gestohlen sind, deren rechtmäßiger Eigentümer aber so leicht nicht ausfindig zu machen ist. Die Lagerfläche jedoch ist begrenzt - ein zunehmendes Problem. Allein die Polizeidirektion Dresden lagert mehrere hundert gefundene Räder, ohne eine einfache Möglichkeit, sie dem rechtmäßigen Eigentümer zuordnen zu können.
"Vermissen Sie Ihr Fahrrad?" fragt deshalb die Berliner Polizei, die sich vor ähnliche Probleme gestellt sieht. Um die Frage beantworten zu können, haben die Ordnungshüter in der Bundeshauptstadt eine öffentlich zugängliche Datenbank eingerichtet, über die jedermann nachsehen kann, ob das verschwundene und heiß geliebte Zweirad unterdessen wieder aufgetaucht ist.
Eine Idee, die auch der ADFC Sachsen im letzten Jahr dem sächsischen Innenministerium vorgestellt hat. Bislang leider ohne Erfolg. Zitat des Antwortschreibens im Auftrag von Innenminister Markus Ulbig (CDU): "Für gestohlene Fahrräder stehen solche Maßnahmen nicht im Verhältnis."