ADFC gegen Zerstörung von Radweg im Wald
Die Stadt Dresden plant, im nächsten Jahr einen asphaltierten Weg in der Dresdner Heide zu beseitigen.

Im Rahmen einer "Maßnahme" zum Ausgleich von Versiegelungen an anderer Stelle würde angeblich durch die Entfernung des Asphalts und die Umwandlung in einen Weg mit geschlämmter Decke die Wasserdurchlässigkeit verbessert.
Aber ist es für den Wasserhaushalt des Waldes nicht völlig egal, ob das Regenwasser in der Mitte des Weges oder zwei Meter daneben versickert oder direkt in den Boden fließt? Und bringt der Sandbelag überhaupt eine bessere Wasserdurchlässigkeit? Nein, sagt eine Studie aus Mecklenburg-Vorpommern. Auch wenn sie mehr "nach Natur" aussehen, haben Wege mit sandgeschlämmter Decke eine hohe Versiegelungswirkung.
Vor allem aber wird der Weg für den alltäglichen Radverkehr unattraktiver.Bei Trockenheit stauben Sandgeschlämmte Decken und bei Regen sind sie matschig - keine guten Bedingungen für Radfahrer. Mehr Wege durch die Heide werden deshalb vom Fahrrad wieder aufs Auto verlagert. Kann das der Sinn einer "Umweltmaßnahme" sein?