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            <title>Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Landesverband Sachsen e. V.</title>
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            <description>RSS-Newsfeed mit Neuigkeiten, Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Landesverband Sachsen e. V.</description>
            <language>de</language>
            
                <copyright>Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Landesverband Sachsen e. V.</copyright>
            
            <pubDate>Mon, 15 Jun 2026 21:21:00 +0200</pubDate>
            <lastBuildDate>Mon, 15 Jun 2026 21:21:00 +0200</lastBuildDate>
            
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                        <pubDate>Tue, 09 Jun 2026 10:56:35 +0200</pubDate>
                        <title>Radverbot zwischen Dresden und Bischofswerda: Schnelle Alternative statt Verbote</title>
                        <link>https://sachsen.adfc.de/pressemitteilung/radverbot-zwischen-dresden-und-bischofswerda-schnelle-alternative-statt-verbote</link>
                        <description>Einschränkung der Fahrradmitnahme schadet Pendlern und Tourismus gleichermaßen / ADFC mit Maßnahmenkatalog</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Seit heute schränkt der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) wegen eines akuten Mangels an Fahrzeugen die Fahrradmitnahme in den Regionalzügen zwischen Dresden und Bischofswerda zeitlich ein. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Sachsen kritisiert diese Maßnahme scharf. Das pauschale Verbot greife zu kurz, behindere Pendler und füge dem regionalen Radtourismus in der Oberlausitz massiven Schaden zu.</p>
<p>„Ein funktionierendes und attraktives Angebot ist das Fundament dafür, dass Menschen ihre Mobilitätsentscheidung frei treffen können. Fahrräder jetzt aus dem Regionalexpress auszusperren, ist jedenfalls der völlig falsche Weg und ein Rückschritt für die gesamte Region. Das ist Verbotskultur ohne Sinn und Verstand“ sagt Janek Mücksch, der Vorsitzende des ADFC Sachsen.</p>
<p>„Die verhängte Sperrzeit ist ein enormes Problem. Sie trifft nicht nur Pendler zwischen Bischofswerda und Dresden, sondern versetzt vor allem dem Radtourismus in der Oberlausitz einen schweren Schlag. Uns ist bewusst, dass die Gründe für die Überlastung der Züge vielschichtig sind und sich vielleicht nicht von heute auf morgen lösen lassen. Aber Fahrräder einfach stumpf auszuschließen, ist ein Offenbarungseid. Es richtet immensen wirtschaftlichen und touristischen Schaden an.“ ergänzt Mücksch.</p>
<p>Nach Ansicht des ADFC Sachsen zeigt die aktuelle Krise, dass der Schienenpersonennahverkehr zwischen Dresden und Bautzen unzureichend auf den anhaltenden Erfolg des Deutschlandtickets und die steigenden Kraftstoffpreise vorbereitet ist. Der ADFC bedauert sehr, dass Radreisende kurzfristig vor vollendete Tatsachsen gestellt werden und Fachverbände nicht in die Entscheidungsfindung einbezogen wurden. Um den Kollaps des multimodalen Verkehrs zu verhindern und den Fahrgästen eine verlässliche Mobilität zu bieten, fordert der Verein ein sofortiges Umdenken und legt einen konkreten Forderungskatalog vor.<br>&nbsp;</p>
<p><strong>Sofortmaßnahmen: Schnelle Lösungen für Tourismus und Pendler</strong></p>
<p>Da die technischen Probleme an den Triebwagen kurzfristig nicht behoben werden können, müssen umgehend alternative Angebote geschaffen werden, um den Ausschluss abzufedern. Neben der kurzfristigen Anmietung lokbespannter Züge mit Doppelstockwagen ist dies insbesondere:</p><ul class="listicon2"><li><span><strong>Für den Radtourismus:</strong> Die Einführung von Reservierungsmöglichkeiten für eine begrenzte Anzahl an Fahrrädern – analog zum Fernverkehr. Der ADFC erwartet vom VVO, dass er die Mitnahme nicht einfach streicht, sondern zeitnah technische Lösungen implementiert, die Radreisenden eine verlässliche Planung ermöglichen.</span></li><li><span><strong>Für Pendler:</strong> Eine sofortige Preisreduzierung für die Nutzung der Sammelschließanlage in Bautzen sowie der Fahrradboxen in Radeberg, um das diebstahlsichere Abstellen am Bahnhof attraktiver zu machen. Zudem muss die Kapazität der Fahrradständer am Knotenpunkt Arnsdorf kurzfristig erweitert werden.</span></li></ul><p>Um die Züge dauerhaft von der Fahrradmitnahme zu entlasten, ohne Menschen vom Umstieg auf die Schiene abzuhalten, fordert der ADFC Sachsen eine strategischere Herangehensweise der Verantwortlichen bei der Verknüpfung von Bahn und Rad. Unter anderem:</p><ul class="listicon2"><li><span><strong>Massiver Ausbau der Fahrradabstellanlagen:</strong> Nur wenn Bahnhöfe sichere Abstellmöglichkeiten bieten, lassen Pendler ihr Rad am Startbahnhof zurück. Aktuell ist der Zustand desolat: Die Anlagen in Bischofswerda und Löbau wurden vom ADFC mit der Note 5 bewertet. Löbau verfügt bei rund 1.000 Einsteigern täglich über gerade einmal 11 diebstahlsichere Stellplätze; in Breitendorf gibt es überhaupt keine. Auch in Arnsdorf besteht dringender Erweiterungsbedarf.</span></li><li><span><strong>Integration des erfolgreichen Mobibike-Systems in das Deutschlandticket:</strong> Ein Großteil der Reisenden nach Dresden würde nicht auf die Mitnahme des eigenen Fahrrads im Zug angewiesen sein, wenn am Zielbahnhof unkompliziert Leihräder zur Verfügung stünden. Ein im Ticket integriertes Angebot – zum Beispiel 30 Freiminuten für Abo-Kunden – würde hierfür den entscheidenden Anreiz bieten. In anderen Verkehrsverbünden ist das schon heute Realität (Köln (KVB), Bremen (BSAG), Dortmund (VRR)).</span></li><li><span><strong>Sachgerechte Ausfinanzierung des Deutschlandtickets:</strong> Der Bund hat mit dem Deutschlandticket ein attraktives ÖPNV-Angebot auf die Beine gestellt, das zahlreiche Neukunden auf die Schiene gebracht hat. Nach Zahlen des ADFC hat die Nutzung von Regionalzügen seit 2019 um 29% zugenommen. Die Finanzierung des ÖPNV jedoch ist nicht im gleichen Maß angewachsen, ganz zu schweigen vom Fahrzeugmaterial. Für ein attraktives Angebot muss der Bund endlich die Finanzierung des ÖPNV gewährleisten. Hierzu stehen auch die sächsischen Abgeordneten in Berlin in der Verantwortung.</span></li></ul><p>Ursprüngliche Meldung des VVO: <a href="https://www.vvo-online.de/de/aktuelles/news/Trilex-10113.cshtml" target="_blank" class="moz-txt-link-freetext" rel="noreferrer noopener">https://www.vvo-online.de/de/aktuelles/news/Trilex-10113.cshtml</a></p>]]></content:encoded>
                        
                        
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                        <pubDate>Wed, 03 Jun 2026 10:02:03 +0200</pubDate>
                        <title>Prioritätenstreit im Landtag: Prachtbauten statt sichere Radwege in der Lausitz</title>
                        <link>https://sachsen.adfc.de/pressemitteilung/prioritaetenstreit-im-landtag-prachtbauten-statt-sichere-radwege-in-der-lausitz</link>
                        <description>ADFC kritisiert Stillstand beim Bau des Radwegs an der S 140 zwischen Neugersdorf und Seifhennersdorf</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Schon zwei Jahre ist es nun her, da erteilte die Landesdirektion Baurecht für den 2,6 km langen Radweg entlang der S 140 zwischen Neugersdorf und Seifhennersdorf. Auch Regina Kraushaar, damals noch in der Rolle der Präsidentin der Behörde, war optimistisch gestimmt: „Wer die schöne Oberlausitz per Rad erkunden möchte, bekommt eine neue, sichere Verbindung, die das bestehende Streckennetz optimal ergänzt.“ sagte die heutige sächsische Infrastrkturministerin über das Radwegprojekt.</p>
<p>Doch über zwei Jahre später ist weiter kein Radweg in Sicht. Denn der Sächsische Landtag stellt die erforderlichen Mittel zum Bau des Radwegs nicht bereit. Das geht aus der Antwort der Staatsregierung auf eine Kleine Anfrage der Landtagsabgeordneten Franziska Schubert hervor. Trotz fertiger Planung, genehmigtem Bau und klarer verkehrlicher Bedeutung bleibt das Projekt im Investitionsstau hängen. Besonders bemerkenswert: Staatsministerin Regina Kraushaar selbst verweist in ihrer Antwort auf die Anfrage ausdrücklich auf die Bedeutung der Strecke als Schulweg, insbesondere für das Oberland-Gymnasium in Seifhennersdorf.</p>
<p>„Der Bau des Radwegs hätte längst beginnen können, wenn die Landtagsabgeordneten im letzten Jahr nicht die Mittel für den Radwegebau zusammengestrichen hätten“ kritisiert Janek Mücksch, Vorsitzender des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs ADFC Sachsen. „Der Freistaat bestätigt selbst, dass die S 140 eine wichtige Schulwegverbindung ist und trotzdem passiert nichts“, sagt Janek Mücksch. „Es ist frustrierend, dass man Schülerinnen und Schüler weiter einer enormen Gefährdung aussetzt, und sich im Landtag keine Mehrheit findet, diese unhaltbare Situation zu ändern.“</p>
<p>Besonders kurios sei, dass der Landtag ohne Weiteres Mittel für andere fragwürdige Projekte bereitstelle. Etwa 112 Mio. Euro soll ein Erweiterungsbau des Sächsischen Landtags kosten und für über 19 Mio. Euro saniert sich der Ministerpräsident den Gebäudekomplex der Staatskanzlei.</p>
<p>Der ADFC Sachsen fordert deshalb die Landtagsabgeordneten auf, in den anstehenden Haushaltsverhandlungen begangene Fehler zu korrigieren: „Die Planung ist fertig, der Bedarf ist anerkannt, der Nutzen ist unstrittig. Jetzt müssen die Abgeordneten nur noch die Mittel freigeben. Alles andere wäre schlichtweg nicht mehr vermittelbar. Man kann doch keinem normalen Menschen erklären, dass man jahrelang plant, um dann fertige und genehmigte Projekte in der Schublade verschwinden zu lassen“ erklärt Mücksch. Der ADFC Sachsen wird die weitere Entwicklung des Projekts aufmerksam verfolgen und sich weiterhin für eine zügige Umsetzung einsetzen.</p>
<p>Antwort auf die Landtagsanfrage: <a href="https://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=6977&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=8&amp;pos_dok=1&amp;dok_id=undefined" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=6977&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=8&amp;pos_dok=1&amp;dok_id=undefined</a></p>
<p>Meldung der Landesdirektion zur Genehmigung der Planung (2024): <a href="https://medienservice.sachsen.de/medien/news/1074859" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://medienservice.sachsen.de/medien/news/1074859</a></p>]]></content:encoded>
                        
                        
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                        <pubDate>Mon, 01 Jun 2026 11:17:46 +0200</pubDate>
                        <title>112 Millionen für Landtag, null Euro für neue Radwege?</title>
                        <link>https://sachsen.adfc.de/pressemitteilung/112-millionen-fuer-landtag-null-euro-fuer-neue-radwege</link>
                        <description>Fahrradclub kritisiert Geldverschwendung für Landtagserweiterung und fordert Rücknahme der Kürzungen bei der Radinfrastruktur.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Mit blankem Unverständnis reagiert der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Sachsen auf die Pläne des Freistaates, den Sächsischen Landtag für über 112 Millionen Euro baulich zu erweitern. Während für repräsentative Großprojekte der öffentlichen Hand scheinbar unbegrenzte Mittel zur Verfügung stehen, wurde der Etat für den Ausbau sicherer Radwege im aktuellen Landeshaushalt radikal zusammengestrichen. Auch im nächsten Doppelhaushalt ist seitens der Staatsregierung keine Besserung beim Radwegebau in Sicht. Der Fahrradclub fordert die Staatsregierung und die Fraktionen des Landtags daher eindringlich auf, diese Prioritätensetzung zu korrigieren und einen substanziellen Teil der Mittel in den Ausbau sicherer Fahrradinfrastruktur umzuverteilen.</p>
<p>„Es ist den Bürgerinnen und Bürgern im Freistaat schlicht nicht mehr vermittelbar, dass auf der einen Seite über 112 Millionen Euro für zusätzliche Flächen der Staatsverwaltung und politische Repräsentation ausgegeben werden, während zeitgleich die Mittel für alltägliche Notwendigkeiten wie sichere Radwege radikal zusammengestrichen werden“, <strong>erklärt Janek Mücksch, Vorsitzender des ADFC Sachsen.</strong> „Man muss sich nicht wundern, wenn die Menschen das Vertrauen in die Politik verlieren und das Gefühl haben, dass Politiker sich nicht für die Lösung der Probleme einfacher Leute interessieren.“</p>
<p>Die Situation auf Sachsens Straßen ist für Radfahrende vielerorts nach wie vor lebensgefährlich. Jedes Jahr sterben im Freistaat 25 Menschen bei Verkehrsunfällen auf dem Fahrrad. Viele dieser Tragödien wären durch baulich getrennte Radwege vermeidbar. Obwohl in den Schubladen der Planungsbehörden zahlreiche baureife Entwürfe für wichtige Radwegverbindungen liegen, können diese aufgrund fehlender Mittel nicht realisiert werden.</p>
<p>Der ADFC Sachsen verdeutlicht die Dimensionen des geplanten Landtagsumbaus anhand einer konkreten Gegenrechnung: Von den veranschlagten 112 Millionen Euro für den Parlamentsneubau ließen sich rund 250 Kilometer straßenbegleitende Radwege an Staats- und Kreisstraßen in Sachsen vollständig finanzieren und realisieren. Das Parlament ist in den vergangenen 35 Jahren hervorragend mit der bestehenden Gebäudegröße ausgekommen. Eine kostspielige Expansion in Zeiten akuter Haushaltskonsolidierung an anderer Stelle setzt das völlig falsche Signal.</p>
<p><strong>Janek Mücksch betont weiter:</strong> „Eine sichere Radinfrastruktur schützt direkt Menschenleben. Sie ist die Voraussetzung dafür, dass Schulkinder, Berufspendler und Familien im ländlichen Raum wie in den Städten unversehrt zum Ziel kommen. Sichere Infrastruktur muss im Zweifelsfall immer wichtiger sein als zusätzliche Protzbauten zur politischen Repräsentation. Der Freistaat muss endlich die selbst gesetzten Ziele ernst nehmen und die seit Jahren geplanten hunderten Kilometer Radwege an Staatsstraßen bauen, statt Millionen in Beton für die Politik zu gießen.“</p>
<p>Der ADFC Sachsen appelliert daher an die Abgeordneten des Sächsischen Landtags, bei den anstehenden Haushaltsverhandlungen Mut zur politischen Kehrtwende zu beweisen. Die Umwidmung eines Teils der Landtagsmittel zugunsten des Radverkehrs wäre ein starkes Zeichen dafür, dass die Sorgen der Bevölkerung und die Vision Zero – das Ziel von null Verkehrstoten – im Freistaat Priorität vor politischer Selbstdarstellung haben.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
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                        <pubDate>Wed, 29 Apr 2026 09:35:15 +0200</pubDate>
                        <title>Sicherheit ist kein Zufall, sondern Ergebnis guter Infrastruktur</title>
                        <link>https://sachsen.adfc.de/pressemitteilung/sicherheit-ist-kein-zufall-sondern-ergebnis-guter-infrastruktur</link>
                        <description>Angesichts der aktuell steigenden Zahl von Fahrradunfällen warnt der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Sachsen davor, die Schuld einseitig bei den Radfahrenden zu suchen.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Stattdessen fordert der Verein ein Umdenken in der Verkehrspolitik hin zu einer Infrastruktur, die Fehler verzeiht und Menschen schützt. „Wir dürfen die Verantwortung nicht länger allein auf die Unfallopfer abwälzen“, betont Janek Mücksch, Vorsitzender des ADFC Sachsen. „Die Daten des Statistischen Landesamtes sprechen eine deutliche Sprache: Bei Unfällen zwischen Autos und Fahrrädern tragen Radfahrende nur in drei von zehn Fällen die Hauptschuld. Dass die Unfallzahlen insgesamt steigen, ist auch eine Folge des positiven Trends, dass immer mehr Menschen das Rad für immer längere Wege nutzen. Doch die Infrastruktur in Sachsen hält mit dieser Entwicklung nicht Schritt.“</p>
<p><strong>Angst um die Kleinsten: Schulwege als Gradmesser</strong></p>
<p>Ein besonderes Anliegen ist dem ADFC die Sicherheit der jüngsten Verkehrsteilnehmer. „Unser Ziel ist es, dass Eltern sich wieder trauen, ihre Kinder allein mit dem Rad zur Schule fahren zu lassen“, so Mücksch weiter. „Aktuell erleben wir jedoch das Gegenteil: Aus berechtigter Angst um die Sicherheit ihrer Kinder verzichten viele Familien darauf. Ein Schulweg darf kein riskanter Hindernisparcours sein. Wenn Eltern sich gezwungen fühlen, ihre Kinder mit dem Auto bis vor das Schultor zu bringen, ist das ein klares Zeichen für das Scheitern der aktuellen Verkehrsplanung.“</p>
<p>Auch für ältere Menschen ist es schwieriger, die Mängel im Radwegenetz auszugleichen und an Kreuzungen schnell zu reagieren, wenn Autofahrer ihnen die Vorfahrt nehmen. Doch genau dieser Gruppe ermöglicht das E-Bike neue selbständige Mobilität. „Statt den Bau sicherer Radwege auszubremsen und auf den Sankt Nimmerleinstag zu verschieben, ist die Politik gefordert, die Infrastruktur so auszubauen, dass sie für alle Altersgruppen funktioniert. Die politischen Entscheidungsträger, die schon seit Jahren immer wieder die notwendigen Mittel für den Radwegebau nicht freigeben, tragen Mitverantwortung für die vielen unnötig schwer verletzten und getöteten Radfahrer in Sachsen.“, sagt der ADFC-Vorsitzende. Seit Jahren schiebt der Freistaat Sachsen baureife Radwegprojekte vor sich her. Weil die Finanzierung nicht steht, kann der Freistaat Radwegprojekte an Staatsstraßen mit einer Gesamtlänge von über 35 Kilometern nicht beginnen.</p>
<p><strong>Der ADFC Sachsen formuliert angesichts der Lage drei Kernforderungen:</strong></p>
<p>1. Schluss mit der Täter-Opfer-Umkehr</p>
<p>Der Fokus der öffentlichen Debatte muss sich verschieben. Da Radfahrende in der Mehrzahl der Kollisionen mit Pkw nicht die Hauptverursacher sind, greifen Appelle zur Eigenverantwortung und ein paar Polizeikontrollen von Radfahrenden zu kurz. Die Zunahme der zurückgelegten Wegestrecken führt statistisch zu einer höheren Exponiertheit, der nur durch den Ausbau sicherer Radwege begegnet werden kann.</p>
<p>2. Mehr Verkehrskontrollen gegen Raser</p>
<p>Sicherheit entsteht durch die Einhaltung von Regeln. „Ziel muss es sein, Unfälle proaktiv zu vermeiden“, so Mücksch. „Dafür muss die Polizei deutlich öfter Raser kontrollieren und aus dem Verkehr ziehen. Es ist alarmierend, dass die Zahl der polizeilichen Kontrollen in Sachsen in den letzten 20 Jahren um zwei Drittel gekürzt wurde.“ Seit 2020 dürfen LKW nur in Schrittgeschwindigkeit abbiegen. Diese Regelung wurde eingeführt, um schwere und oft tödliche Unfälle zu verhindern. Dem ADFC ist nicht bekannt, dass die Polizei dies kontrollieren würde. Der ADFC fordert zudem Tempo 30 innerorts, besonders an Schulwege und wo sichere Radwege fehlen. Dies entspricht der Umsetzung des geltenden Rechts.&nbsp;</p>
<p>3. Radwege-Boost und Entschärfung von Unfallstellen</p>
<p>Die Priorität der Verkehrsplanung lag in Sachsen über 30 Jahre lang fast ausschließlich darauf, das Autofahren komfortabler zu machen. Das Resultat ist eine oft untaugliche oder komplett fehlende Radinfrastruktur. Auch aktuell weigert sich die Politik immer wieder, dringend benötigte Lückenschlüsse im Radwegenetz zu stopfen, wie zum Beispiel zu den Mikroelektronikstandorten im Dresdner Norden oder an zahlreichen Staatsstraßen in Sachsen. Aktuell sind nur etwa 17 % der sächsischen Staats- und Bundesstraßen mit Radwegen ausgestattet. Der ADFC fordert einen Radwege-Boost sowie die Beseitigung gefährlicher Stellen, damit Radfahren für alle Altersgruppen angstfrei möglich wird.</p>
<p>„Drei von vier Sachsen fühlen sich auf dem Rad gefährdet. Dieses Unsicherheitsgefühl ist der größte Bremsklotz für sicheren Verkehr in der Stadt“, erklärt Janek Mücksch abschließend. „Sachsen braucht jetzt mehr Geld, mehr Personal in den Planungsbehörden und vor allem den politischen Willen, die 'Vision Zero' – das Ziel von null Verkehrstoten – zur obersten Leitlinie zu machen.“</p>
<p><strong>Über den ADFC Sachsen</strong></p>
<p>Der ADFC Sachsen e. V. ist mit über 10.000 Mitgliedern die größte Interessenvertretung für Radfahrerinnen und Radfahrer im Freistaat Sachsen. Er setzt sich für eine vernünftige Verkehrspolitik ein und unterstützt seine Mitglieder mit Serviceangeboten rund um das Fahrrad.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
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                        <pubDate>Wed, 22 Apr 2026 11:02:34 +0200</pubDate>
                        <title>Radweg an der S 95: Ein wichtiger Schritt, aber Finanzierung fehlt</title>
                        <link>https://sachsen.adfc.de/pressemitteilung/radweg-an-der-s-95-ein-wichtiger-schritt-aber-finanzierung-fehlt</link>
                        <description>Pressemitteilung des ADFC Sachsen zum Planfeststellungsbeschluss für den Radweg entlang der Staatsstraße S 95 zwischen Kamenz und Gersdorf.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Der ADFC Sachsen begrüßt den Planfeststellungsbeschluss für den Radweg entlang der Staatsstraße S 95 zwischen Kamenz und Gersdorf. Nach jahrzehntelangem Warten und zahlreichen Diskussionen ist dies ein bedeutender Fortschritt für die Radverkehrsinfrastruktur in der Region und die Verbindung zwischen Kamenz und Pulsnitz. Mit dem Bau des Radwegs könnte auch die Posse um den berüchtigten Bahnübergang „ins Nirgendwo“ bei Gelenau endlich ein gutes Ende finden.</p>
<p>„Der Planfeststellungsbeschluss ist ein wichtiger Meilenstein, um das Radfahren südlich von Kamenz sicherer zu machen. Schüler und Pendler sind hier dringend auf einen durchgängigen Radweg angewiesen“, erklärt Janek Mücksch, Vorsitzender des ADFC Sachsen. „Doch ohne die Bereitstellung der notwendigen finanziellen Mittel bleibt dieser Fortschritt ein leeres Versprechen.“ Trotz der abgeschlossenen Planung fehlt bislang die verbindliche Zusage der Staatsregierung und des Landtags, die Mittel für den Bau dieses wichtigen Radwegs freizugeben. Der ADFC Sachsen fordert daher die Landtagsabgeordneten auf, die Finanzierung des Projekts schnellstmöglich sicherzustellen. „Das Generationenprojekt darf jetzt nicht an einer fehlenden Finanzierung scheitern. Sonst lacht weiterhin die ganze Republik über den Bahnübergang ins Nirgendwo“, erklärt Mücksch.</p>
<p>Der fehlende Radweg entlang der S 95 hat eine lange und teils absurde Vorgeschichte. Besonders der Bahnübergang bei Gelenau, der seit Jahren ohne Anschluss an einen Radweg existiert, wurde zum Symbol für die Versäumnisse im sächsischen Radwegebau und fand sogar Einzug in das Schwarzbuch des Bunds der Steuerzahler. Der ADFC Sachsen hatte sich in der Vergangenheit immer wieder für eine Beschleunigung des Projekts eingesetzt und auf die hohe Priorität des Radwegs in der Radverkehrskonzeption des Freistaates hingewiesen.</p>
<p>Der ADFC-Vorsitzende appelliert daher an die Staatsregierung und den Landtag, die Finanzierung des Radwegs an der S 95 in den kommenden Haushaltsverhandlungen sicherzustellen. „Die Menschen in der Region warten seit Jahrzehnten auf diesen Radweg. Jetzt ist es an der Zeit, dass den Worten auch Taten folgen“, betont Mücksch. Der ADFC Sachsen wird die weitere Entwicklung des Projekts aufmerksam verfolgen und sich weiterhin für eine zügige Umsetzung einsetzen.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
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                        <pubDate>Wed, 15 Apr 2026 13:39:17 +0200</pubDate>
                        <title>Stopp der Südumfahrung Bautzen: Jetzt in sichere Radwege investieren</title>
                        <link>https://sachsen.adfc.de/pressemitteilung/stopp-der-suedumfahrung-bautzen-jetzt-in-sichere-radwege-investieren</link>
                        <description>Der ADFC Sachsen begrüßt die Entscheidung des Freistaates Sachsen, die Planungen für die Südumfahrung Bautzen (S 106) vorerst auf Eis zu legen. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>„Angesichts aus dem Ruder gelaufener Kosten und erheblicher Genehmigungsrisiken war dies der richtige Schritt“, lobt Konrad Krause, Geschäftsführer des ADFC Sachsen. Der ADFC sieht in diesem Schritt die Möglichkeit, endlich die fehlende Anbindung Bautzens an die umliegenden Gemeinden im Nordosten, Süden und Westen in Angritt zu nehmen. Es gelte, nun die freiwerdenden Kapazitäten sinnvoll und zukunftsgerichtet einzusetzen.</p>
<p>„Die Begründung der Staatsregierung zeigt deutlich: Das Projekt befand sich noch in einem frühen Planungsstadium. Gleichzeitig sind die zu erwartenden Kosten schon jetzt enorm aus dem Ruder gelaufen. Dazu kommen die nicht unerheblichen planungsrechtlichen Hindernisse. Auch die Verkehrsprognosen deuten darauf hin, dass der Autoverkehr in der Region eher abnehmen wird und das Projekt daher mittlerweile gar nicht mehr gebraucht wird“, so der ADFC-Geschäftsführer.</p>
<p>„Der Stopp der Südumfahrung ist eine Chance für den Radverkehr in der Region Bautzen, denn die frei werdenden Gelder und Planungskapazitäten können für den Radwegebau genutzt werden“, erklärt der ADFC-Geschäftsführer. „Statt weiterhin auf teuren und umstrittenen Straßenneubau zu setzen, solte der Freistaat Sachsen jetzt endlich die Lücken im Radwegenetz schließen. Dazu müssen die Staatsregierung und die Landtagsabgeordneten ausreichend Mittel im Haushalt bereitstellen“ fordert Krause. Im letzten Jahr hatten CDU, SPD, Grüne und Linke die Mittel für Radwege um über 70% gekürzt. „Sollen die Wahlversprechen der Parteien für sichere Radwege nicht nur leere Phrasen bleiben, so müssen sie im nächsten Haushalt ausreichend Gelder einplanen.“</p>
<p><strong>Hintergrund</strong></p>
<p>Viele Wege in die umliegenden Gemeinden von Bautzen sind kurz und grundsätzlich gut mit dem Fahrrad zurücklegbar – vorausgesetzt, die Infrastruktur stimmt. Der ADFC Sachsen fordert daher, dass die Planung und der Bau von Radwegen im Raum Bautzen jetzt höchste Priorität erhalten. Insbesondere entlang folgender Staatsstraßen besteht von Bautzen aus dringender Handlungsbedarf:<br><br>&nbsp; &nbsp; entlang der S 106 in Richtung Bloaschütz<br>&nbsp; &nbsp; entlang der S 109 in Richtung Malschwitz<br>&nbsp; &nbsp; entlang der S 119 bis nach Weißnaußlitz und Neukirch<br><br>„Diese Verbindungen sind entscheidend für den Alltagsradverkehr. Sie ermöglichen es vielen Menschen, sicher und schnell zur Arbeit, zur Schule oder zum Einkaufen zu kommen“, so Konrad Krause weiter.</p>
<p>Die aktuelle Haushaltslage des Freistaates erfordert eine klare Priorisierung. Der ADFC Sachsen fordert die Abgeordneten des Sächsischen Landtages daher auf, im nächsten Haushalt deutlich mehr Mittel für den Radverkehr bereitzustellen. Investitionen in den Radverkehr sind sehr kosteneffizient, schnell wirksam und leisten einen wichtigen Beitrag für die unabhängige Mobilität im ländlichen Raum.</p>
<p>„Die Absage der Südumfahrung darf nicht das Ende verkehrspolitischer Entwicklung in der Region sein. Nun haben die Planer im Landesamt Kapazitäten, sich dem Radwegebau zu widmen. Damit ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um die Weichen neu zu stellen.“ so ADFC-Geschäftsführer Krause abschließend.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
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                        <pubDate>Thu, 02 Apr 2026 10:14:28 +0200</pubDate>
                        <title>Startschuss für Teilrad Sachsen</title>
                        <link>https://sachsen.adfc.de/pressemitteilung/startschuss-fuer-teilrad-sachsen</link>
                        <description>Neue Online-Plattform für freie Lastenräder in Sachsen des ADFC Sachsen ist online</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Freitag in Zittau: Der Wochenendeinkauf steht an, am Samstag schnell in den Baumarkt und später mit den Kindern ins Grüne. Früher hätte das bedeutet, das Auto zu holen, sich durch den Verkehr zu kämpfen und einen Parkplatz zu suchen. Heute reicht ein Blick ins neue Portal Teilrad Sachsen. Ein freies Lastenrad ist gleich um die Ecke verfügbar, mit wenigen Klicks für das Wochenende gebucht und an der Ausleihstation abholbar. Der Einkauf passt mühelos in die Transportbox, die Kinder haben ihren Spaß und die Fahrt wird selbst zum Teil des Ausflugs.</p>
<p>Freie Lastenräder machen genau solche Alltagssituationen einfacher. Sie richten sich an alle Menschen, die gelegentlich mehr transportieren möchten, ohne selbst ein Lastenrad zu besitzen. Statt hoher Anschaffungskosten genügt eine unkomplizierte Ausleihe. Gleichzeitig entlasten sie den Verkehr in den Städten, machen unabhängig vom eigenen Auto und stärken das Miteinander in der Nachbarschaft. Denn hinter jedem freien Lastenrad stehen engagierte Menschen und lokale Initiativen, die das Angebot gemeinschaftlich organisieren und auf Vertrauen setzen.</p>
<p>Mit dem Teilrad-Portal hat der ADFC Sachsen nun eine Buchungsplattform gestartet, in die sich Lastenrad-Initiativen sachsenweit und unkompliziert einklinken können. Auf Teilrad kann jeder und jede ab sofort, mit nur einer einzigen Anmeldung kostenfrei Lastenräder in Dresden, Radebeul, Leipzig und Zittau ausleihen. Egal ob für den Wocheneinkauf, den Transport eines neuen Möbelstücks oder den Ausflug ins Grüne – das passende Rad lässt sich schnell und unkompliziert finden und buchen.</p>
<p>Das Besondere an Teilrad Sachsen ist der Mehrwert für alle Beteiligten. Nutzerinnen und Nutzer profitieren von einer zentralen Plattform, in der unterschiedliche Räder zentral sichtbar sind, was den Zugang erheblich vereinfacht. Statt sich bei mehreren Initiativen einzeln registrieren zu müssen, reicht eine einmalige Anmeldung.</p>
<p>Gleichzeitig eröffnet Teilrad Sachsen auch neue Möglichkeiten für Initiativen, Vereine und Geschäfte, die selbst ein Lastenrad in den kostenlosen Verleih geben möchten. Der Aufbau und Betrieb einer eigenen Buchungsplattform war bislang oft eine große technische und organisatorische Hürde. Genau hier setzt das Projekt an. „Wir wissen, dass der Aufbau einer digitalen Infrastruktur eine Hürde darstellen kann. Deswegen haben wir uns als ADFC Sachsen entschieden, diese zentral bereitzustellen“, erklärt Projektinitiator Nils Larsen. „Mit der neuen Plattform nehmen wir engagierten Gruppen die schwerste Last ab, sodass sie sich auf die Betreuung der Räder konzentrieren können.“</p>
<p>Die Funktionsweise von Teilrad Sachsen ist bewusst einfach gehalten. Wer ein Lastenrad ausleihen möchte, registriert sich einmalig, wählt ein verfügbares Rad in der Nähe aus und bucht es für den gewünschten Zeitraum. Die Abholung erfolgt direkt an der jeweiligen Station, beispielsweise bei einem Café, einem Verein oder einem Fahrradladen. Für Anbieter funktioniert das System ebenso unkompliziert: Nach der Anbindung an die Plattform wird das eigene Lastenrad dort sichtbar und buchbar, während die gesamte Organisation der Reservierungen digital im Hintergrund läuft.</p>
<p>Die Idee für die Plattform entstand aus der langjährigen Erfahrung der Lastenrad-Initiative des Dresdner ADFC, bei der immer wieder Anfragen aus anderen Orten eingingen, die vor ähnlichen Herausforderungen standen. Mit dem Teilrad-Portal ist daraus nun eine Lösung für ganz Sachsen geworden.</p>
<p>Mit bestehenden Initiativen soll das Netzwerk nun stetig weiter wachsen. „Unser Ziel ist es, eine Lösung für alle freien Lastenräder in Sachsen aufzubauen“, sagt Projektleiterin Stephanie Anderseck. „Jetzt laden wir alle engagierten Gruppen ein, die bereits freie Lastenräder anbieten oder es planen, Teil von Teilrad Sachsen zu werden.“</p>
<p>Interessierte Initiativen, Vereine oder Einzelpersonen können sich per E-Mail an <a href="#" data-mailto-token="jxfiql7qbfioxaXxacz:pxzepbk+ab" data-mailto-vector="-3" class="moz-txt-link-abbreviated">teilrad&nbsp;[at]&nbsp;adfc-sachsen.de</a> wenden und Teil dieses wachsenden Mobilitätsnetzwerks werden.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
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                        <pubDate>Thu, 26 Mar 2026 09:44:29 +0100</pubDate>
                        <title>ADFC: Radweg an der S 109 bleibt ohne Finanzierung ein leeres Versprechen</title>
                        <link>https://sachsen.adfc.de/pressemitteilung/adfc-radweg-an-der-s-109-bleibt-ohne-finanzierung-ein-leeres-versprechen</link>
                        <description>Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Sachsen begrüßt den Planfeststellungsbeschluss der Landesdirektion Sachsen für den Radweg entlang der Staatsstraße S 109 zwischen Doberschütz und der B 156 im Landkreis Bautzen. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Der Beschluss schafft Baurecht für einen etwa 1,8 km langen Abschnitt im sächsischen Radverkehrsnetz. Janek Mücksch, Vorsitzender des ADFC Sachsen sagt: „Der Planfeststellungsbeschluss ist ein wichtiger Schritt und gerade in Zeiten steigender Ölpreise eine gute Nachricht.“ Gleichzeitig weist Mücksch darauf hin, dass bereits für mehr als 30 Radweg-Kilometer in Sachsen Baurecht besteht, die Bagger aber wegen fehlender Mittel nicht rollen. „Für die Menschen vor Ort zählt, ob gebaut wird. Beim Radweg an der S 109 droht eine jahrelange Hängepartie, wenn der Landtag nicht für eine Finanzierung im Landeshaushalt sorgt“, sagt der ADFC-Vorsitzende.&nbsp;</p>
<p>Der geplante Abschnitt entlang der S 109 ist aus Sicht des ADFC von hoher Bedeutung für die Verkehrssicherheit. Denn obwohl an der schnurgeraden Staatsstraße der Radweg fehlt, sind Tempo 100 erlaubt - ein unnötiges Risiko für ungeschützte Verkehrsteilnehmer. Alltagsradler, Pendelnde und Besucher der Talsperre Bautzen sind gezwungen, sich den Verkehrsraum mit dem schnellen Autoverkehr zu teilen.</p>
<p>„Wer heute dort mit dem Rad unterwegs ist, geht ein reales Risiko ein. Es ist nicht akzeptabel, dass sichere Infrastruktur über Jahre auf sich warten lässt“, betont Janek Mücksch.</p>
<p>Der ADFC betont, dass mit der Genehmigung des Radwegs allein ist noch kein Meter Radweg gebaut ist. Es drohnen nun nach dem Planfeststellungsbeschluss jahrelange Verzögerungen, wenn der Landtag die notwendigen Gelder nicht bereitstellt.</p>
<p><strong>Kürzungen des Freistaats bleiben zentrales Problem</strong></p>
<p>„Ohne gesicherte Finanzierung bleibt der Radweg an der S 109 nur ein Projekt auf dem Papier“, so Mücksch. „Ich sehe die Landtagsabgeordneten aus der Region hier in der Pflicht, sich für eine ausreichende Finanzierung im Landeshaushalt einzusetzen. Damit der Radweg an der S 109 in den nächsten Jahren gebaut werden kann, muss der Landtag die Finanzierung sichern." Im letzten Jahr haben CDU, SPD, Grüne und Linke die Mittel für Radwege um über 70% gekürzt, für den nächsten Doppelhaushalt befürchtet der ADFC ähnlich harte Kürzungen. „Sollen die Wahlversprechen der Parteien für sichere Radwege nicht nur leere Phrasen bleiben, so müssen sie im nächsten Haushalt ausreichend Gelder einplanen.“</p>
<p>Lückenloses Netz statt Einzelmaßnahmen</p>
<p>Darüber hinaus mahnt der ADFC an, den Radweg an der S 109 in ein übergeordnetes Netzkonzept einzubetten. Einzelne Abschnitte reichen nicht aus, um den Radverkehr attraktiv und sicher zu machen. Entscheidend sei ein durchgängiges, alltagstaugliches Netz, das Orte zuverlässig miteinander verbindet.</p>
<p>„Wir brauchen endlich ein zusammenhängendes Radverkehrsnetz statt Stückwerk. Der Abschnitt an der S 109 kann ein wichtiger Baustein sein. Für einen durchgehenden Radweg an der Staatsstraße freuen wir uns auf weitere Lückenschlüsse in Richtung Guttau“, erklärt Janek Mücksch abschließend.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
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                        <pubDate>Thu, 12 Mar 2026 11:42:43 +0100</pubDate>
                        <title>ADFC zeichnet GlobalFoundries als fahrradfreundlichen Arbeitgeber aus</title>
                        <link>https://sachsen.adfc.de/pressemitteilung/adfc-zeichnet-globalfoundries-als-fahrradfreundlichen-arbeitgeber-aus</link>
                        <description>Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) hat heute GlobalFoundries Dresden als „Fahrradfreundlichen Arbeitgeber“ ausgezeichnet.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Mit dem Zertifikat würdigt der Verband das Engagement des Unternehmens für eine nachhaltige, gesunde und attraktive Mitarbeitermobilität. Rund 300 Mitarbeiter – etwa zehn Prozent der Belegschaft – pendeln regelmäßig mit dem Fahrrad in die Fab im Dresdner Norden. Diese Zahl wächst kontinuierlich, weil neben der Stammbelegschaft auch zahlreiche indirekte Mitarbeiter und Dienstleister das Rad für den Weg zur Arbeit nutzen. Als einer der größten Halbleiterproduktionsstätten Europas mit rund 3.000 Beschäftigten ist GlobalFoundries ein zentraler Arbeitgeber in der Region und trägt mit der Radverkehrsförderung sichtbar zur Verkehrswende in der Stadt bei. Die Zertifizierung nach dem EU-weit anerkannten ADFC-Standard zeigt somit, dass moderne Hightech-Produktion und klimafreundliche Mobilität zusammengehören.</p>
<h3><strong>Ein Zeichen für nachhaltige Mobilität</strong></h3>
<p>„Mit der Auszeichnung würdigt der ADFC das Engagement von GlobalFoundries für einen fahrradfreundlichen Arbeitsplatz“, sagt Konrad Krause, Geschäftsführer des ADFC Sachsen. „Als einer der produktivsten und modernsten Waferfabriken in Europa zeigt das Unternehmen in vorbildlicher Weise, dass nachhaltige Mobilität und Innovation zusammengehören. Die Auszeichnung unterstreicht, dass fahrradfreundliche Arbeitgeber auf eine leistungsfähige Radinfrastruktur im Umfeld angewiesen sind. Gerade für den Dresdner Norden bleibt eine sichere und komfortable Anbindung eine zentrale Aufgabe, an der Stadt, ADFC und GlobalFoundries gemeinsam arbeiten.“</p>
<p>„Fahrradfreundliche Mobilität ist für uns mehr als ein Nice-to-have – sie ist ein wichtiger Baustein unserer Verantwortung für Mitarbeitende, Region und Klima“, erklärt Nancy Stadel, Director HR Management bei GlobalFoundries Dresden. „Dass bereits rund jeder Zehnte regelmäßig mit dem Rad zur Arbeit kommt, ist ein starkes Signal. Mit Angeboten wie überdachten Radabstellplätzen, Ladestationen für E-Bikes, Fahrradwegen auf dem Gelände und Bike-Leasing wollen wir noch mehr Kolleginnen und Kollegen motivieren, auf das Fahrrad umzusteigen und den Dresdner Norden Tag für Tag ein Stück leiser, sauberer und lebenswerter zu machen.“</p>
<h3><strong>Hintergrund</strong></h3>
<p>Das EU-weite Siegel „Zertifizierter Fahrradfreundlicher Arbeitgeber“ wird in Deutschland exklusiv vom ADFC vergeben. Das drei Jahre gültige Zertifikat erhalten Unternehmen, die bestimmte Kriterien erfüllen, die sich auf die Fahrradfreundlichkeit des Arbeitsplatzes beziehen. Zu den Kriterien gehören unter anderem sichere Abstellmöglichkeiten für Fahrräder, Duschen und Umkleidemöglichkeiten für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit dem Fahrrad zur Arbeit kommen, sowie Fahrradleasing- oder Fahrradkaufangebote für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Auch eine gute Anbindung an das Radwegnetz sowie die Fahrrad-Events und die Motivierung der Mitarbeiter zählen zu den Kriterien der Zertifizierung.</p>
<h3><strong>Über GF</strong></h3>
<p>GlobalFoundries (GF) ist ein führender Hersteller von Halbleitern, auf die sich die Welt zum Leben, Arbeiten und Vernetzen verlässt. Wir sind innovativ und arbeiten mit unseren Kunden zusammen, um energieeffizientere und leistungsfähigere Produkte für die Automobilindustrie, intelligente mobile Geräte, das Internet der Dinge, Kommunikationsinfrastrukturen und andere wachstumsstarke Märkte zu entwickeln. Mit seiner globalen Produktionsbasis, die sich über die USA, Europa und Asien erstreckt, ist GF eine vertrauenswürdige und zuverlässige Quelle für Kunden in aller Welt. Jeden Tag liefert unser talentiertes und vielfältiges Team Ergebnisse mit einem unerschütterlichen Fokus auf Sicherheit, Langlebigkeit und Nachhaltigkeit. Weitere Informationen finden Sie unter <a href="http://www.gf.com" target="_blank" class="moz-txt-link-abbreviated" rel="noreferrer">www.gf.com</a>.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
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