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            <title>Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Landesverband Sachsen e. V.</title>
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                https://sachsen.adfc.de
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            <description>RSS-Newsfeed mit Neuigkeiten, Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Landesverband Sachsen e. V.</description>
            <language>de</language>
            
                <copyright>Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Landesverband Sachsen e. V.</copyright>
            
            <pubDate>
                Sat, 18 Jul 2026 20:40:22 +0200
            </pubDate>
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                Sat, 18 Jul 2026 20:40:22 +0200
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                        <pubDate>
                            Sat, 27 Jun 2026 17:41:00 +0200
                        </pubDate>
                        <title>Wir fangen schon mal an: ADFC und Bürgerinitiative setzen Zeichen für Radweg S31</title>
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                                https://sachsen.adfc.de/pressemitteilung/wir-fangen-schon-mal-an-adfc-und-buergerinitiative-setzen-zeichen-fuer-radweg-s31
                            
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                        <description>Pressemitteilung zum symbolischen ersten Spatenstich für den Radweg an der S 31 zwischen Mügeln und Leisnig</description>
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                            <![CDATA[
                                <p>Unter dem Motto „Wir fangen schon mal an“ haben der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Sachsen und die Radweg-Bürgerinitiative S 31 heute an der Staatsstraße 31 südlich von Mügeln den symbolischen ersten Spatenstich für den dringend benötigten Radweg gesetzt. Mit Spaten und Warnwesten protestierten zahlreiche Bürgerinnen, Bürger und der ADFC gegen die anhaltende Untätigkeit des Freistaates Sachsen und die mangelnde Beteiligung der Betroffenen vor Ort.</p>
<p>Seit über 20 Jahren setzen sich die Menschen in und um Mügeln für eine sichere Radverbindung entlang der S 31 nördlich der Autobahn A 14 ein. Im Sommer 2014 wurde die 6,6 Kilometer lange Trasse zwischen Mügeln und Leisnig rein „autogerecht“ ausgebaut – zulasten des Radverkehrs. Seitdem fahren Autos auf dem Abschnitt deutlich schneller, während wichtige Alltagsziele wie die Grundschule Neusornzig und das Mügelner Freibad für Radfahrende, insbesondere für Schulkinder, nur unter erheblicher Gefahr zu erreichen sind. Obwohl das Projekt im Sächsischen Radverkehrskonzept verankert ist, ist der reale Baustart nicht absehbar.</p>
<p>Den Zorn der Beteiligten brachte jüngst eine Entwicklung im Juni 2026 zum Überlaufen: Zu einer entscheidenden Planungsberatung hinter verschlossenen Türen wurden weder die Bürgerinitiative noch der ADFC oder betroffene Grundstücksbesitzer eingeladen. Einzig der Bürgermeister von Mügeln war anwesend. Dass ausgerechnet jene Eigentümer und Verbände übergangen wurden, deren Kooperation für den Grunderwerb und die Realisierung des Radwegs zwingend notwendig ist, sorgt in der Region für fassungsloses Unverständnis.</p>
<p><strong>Janek Mücksch, Vorsitzender des ADFC Sachsen, erklärte im Rahmen der Aktion:</strong> <i>„Dass der Freistaat Sachsen die Planung eines Radwegs mit ‚höchster Priorität‘ zusichert, dann aber 12 Jahre keinen einzigen Meter baut, ist ein Armutszeugnis. Die Krone setzt dem Ganzen nun der Umgang mit den Menschen vor Ort auf: Eine Planungsberatung durchzuführen, ohne Betroffene, Grundstücksbesitzer und den ADFC einzubinden, lässt tief blicken. Wenn der Freistaat an der S 31 nicht in die Gänge kommt, fangen wir eben schon mal an! Wir fordern ein Ende der Bummelei und endlich einen verbindlichen Baustart für den Radweg.“</i></p>
<p>Hunderte gesammelte Unterschriften, Demonstrationen und Fahrradkorsos in den vergangenen Jahren verdeutlichen, wie dringend der Wunsch nach einem sicheren Radweg an der S 31 ist. Mit der heutigen Spatenstich-Aktion haben Anwohner und Betroffene den Druck auf die sächsische Verkehrsministerin Regina Kraushaar und den Sächsischen Landtag nochmals deutlich erhöht.</p>
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                        <pubDate>
                            Fri, 26 Jun 2026 17:27:00 +0200
                        </pubDate>
                        <title>Sächsischer Fahrradpreis geht an Torgau</title>
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                                https://sachsen.adfc.de/pressemitteilung/saechsischer-fahrradpreis-geht-an-torgau-1
                            
                        </link>
                        <description>An jedem dritten Bahnhof in Sachsen fehlen sichere Abstellmöglichkeiten für Fahrräder. An weiteren 18% der Bahnhöfe sind die Möglichkeiten zum Parken von Fahrrädern äußerst mangelhaft. Dies zeigt eine Studie des ADFC, die heute vorgestellt wurde.</description>
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                            <![CDATA[
                                <p>In der Untersuchung erfasste der ADFC die Qualität und Anzahl der Fahrradabstellanlagen aller 511 sächsischen Bahnhöfe und bewertete sie mit Schulnoten. Während über die Hälfte (52%) der Bahnhöfe in Sachsen den Test nicht bestanden, erreichten immerhin 22% eine gute oder sehr gute Bewertung. An diesen 115 Bahnhöfen kommt auf jeden zehnten einsteigenden Fahrgast mindestens eine überdachte und diebstahlsichere Abstellmöglichkeit. 173 Bahnhöfe in Sachsen haben dagegen gar keine Fahrradabstellanlagen.</p>
<p>„Gerade Bahnhöfe gelten als Hotspots des Fahrraddiebstahls, weil die Zahl der abgestellten Räder dort meist hoch ist und die soziale Kontrolle oft gering.“ sagt Dr. Janek Mücksch, der Vorsitzende des ADFC Sachsen e.V. „Es sind immer mehr E-Bikes und hochwertige Räder unterwegs. Pendler, die Rad und Bahn kombinieren, erwarten am Bahnhof sichere Abstellplätze, die vor Vandalismus und Diebstahl schützen.“ Damit sich mehr Menschen trauen ihr Rad am Bahnhof abzustellen, müssen die Bahnhöfe mit modernen Abstellanlagen ausgestattet sein.</p>
<p>„Diebstahlsichere Abstellanlagen machen das Pendeln mit der Bahn attraktiver und beleben den Bahnhofsvorplatz. Kommunen und Verkehrsverbünde sollten an den mangelhaften Bahnhöfen schnell nachbessern“ fordert ADFC-Vorsitzende.&nbsp;</p>
<p>Aber es gibt auch Lichtblicke: 17 Bahnhöfe in Sachsen wurden mit der Bestnote 1 bewertet. Vier von ihnen befinden sich im Landkreis Nordsachsen, drei im Erzgebirgskreis. Hier gibt es eine große Zahl an überdachten und diebstahlsicheren Abstellanlagen und außerdem auch verschließbare Fahrradboxen oder Sammelschließanlagen. Auch hat sich die Anzahl der diebstahlsicheren Stellplätze in Sachsen seit 2019 von 9.191 auf 11.014 erhöht. In dieser Zeit stieg allerdings auch das Fahrgastaufkommen in im sächsischen Regionalverkehr um 29%.</p>
<p>Besonders positiv bewerteten die Prüfer des ADFC den Bahnhof in Torgau. Hier stehen 256 hochwertige Abstellplätze für Fahrräder zur Verfügung, 64 davon in einem abgeschlossenen Fahrradparkhaus. Die Elbestadt erhielt für das besondere Engagement für sicheres Fahrradparken am Bahnhof heute vom ADFC den Sächsischen Fahrradpreis 2026. Mit dem Preis möchte der Fahrradclub besonders positive Beispiele der Förderung des Radfahrens in Sachsen würdigen.</p>
<p>„Torgau ist ein Musterbeispiel dafür, wie sicheres Fahrradparken an vielen sächsischen Bahnhöfen organisiert sein könnte. Pendler können hier auch hochwertige Fahrräder ohne ein mulmiges Gefühl tagsüber stehen lassen.&nbsp; Dass der Torgauer Bahnhof mit der Bestnote 1 bewertet wird, stand außer Frage. Für den ADFC Sachsen war daher schnell klar, dass sich Torgau durch sein großartiges Engagement den sächsischen Fahrradpreis verdient hat" gratuliert Dr. Janek Mücksch.</p>
<p>Hintergrund</p>
<p>Die Bike+Ride-Studie des ADFC Sachsen bewertete zum zweiten Mal seit 2019 sowohl die Qualität als auch die Quantität von Abstellanlagen an den 511 Bahnhöfen in Sachsen. Die Ergebnisse sind größtenteils ernüchternd: 173 Stationen verfügen über gar keine Abstellanlagen und bei 94 weiteren sind sie äußerst mangelhaft. Um eine gute Note zu erreichen, müssen die Fahrradparkplätze so gestaltet sein, dass man den Fahrradrahmen sowie Vorder- oder Hinterrad gut anschließen kann. Einfache Vorderradhalter reichen dafür nicht aus, denn sie sind nicht diebstahlsicher und können die Felge schädigen.</p>
<p>Der ADFC empfiehlt, dass auf jeden siebenten Fahrgast eine diebstahlsichere und überdachte Abstellanlage kommen sollte. Idealerweise sollte zudem bei größeren Bahnhöfen jeder 200. Fahrgast das Fahrrad in einer Fahrradbox, einem Parkhaus oder einer Sammelschließanlage unterbringen können. Solche Abstellmöglichkeiten senken die Hürde, mit dem Rad zum Bahnhof zu fahren weiter und erhöhen dadurch den Einzugsradius des Bahnhofs. Akuell erfüllen in Sachsen 17 Bahnhöfe dieses Kriterium.</p>
<p>Fast eine Million Sachsen pendeln täglich zur Arbeit, vor allem im ländlichen Raum, mehr als drei Viertel der Menschen in Städten unter 10.000 Einwohner pendelt jeden Tag in eine andere Stadt auf Arbeit. „Pendler stehen täglich vor der Wahl welches Verkehrsmittel sie nutzen. Für sehr viele ist die Kombination von Rad und Bahn die intelligenteste Lösung.“ sagt Dr. Janek Mücksch.&nbsp;</p>
<p>Zwischen den sächsischen Landkreisen existieren teils erhebliche Unterschiede. Während im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge die Abstellanlagen im Mittel nur Note 4,8 erreichten, erhielten die Bahnhöfe im Landkreis Leipzig die Durchschnittsnote 3,3. Hier verfügen 42% der Bahnhöfe über eine gute Ausstattung. Die sächsischen Großstädte schnitten in der Studie nicht gut ab. In Leipzig verfügen 43% der Stationen über keine oder mangelhafte Abstellanlagen. In Chemnitz sind 62% durchgefallen und in Dresden sogar 77%.</p>
<p><strong>Bahnhöfe mit der Bestnote 1:</strong></p>
<p>Annaberg-Buchholz unt&nbsp; Bf&nbsp;&nbsp;&nbsp; Bautzen&nbsp;&nbsp;&nbsp; Beilrode&nbsp;&nbsp;&nbsp; Burgstädt&nbsp;&nbsp;&nbsp; Delitzsch unt Bf&nbsp;&nbsp;&nbsp; Dittersdorf&nbsp;&nbsp;&nbsp; Leipzig-Knauthain&nbsp;&nbsp;&nbsp; Leipzig-Lützschena&nbsp;&nbsp;&nbsp; Meinersdorf (Erzgeb)&nbsp;&nbsp;&nbsp; Neukieritzsch&nbsp;&nbsp;&nbsp; Neusörnewitz&nbsp;&nbsp;&nbsp; Oberlichtenau&nbsp;&nbsp;&nbsp; Oschatz&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ottendorf (b Mittweida)&nbsp;&nbsp;&nbsp; Pegau&nbsp;&nbsp;&nbsp; Rietschen&nbsp;&nbsp;&nbsp; Torgau&nbsp;</p>
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                        <guid isPermaLink="false">news-70734</guid>
                        <pubDate>
                            Wed, 24 Jun 2026 16:44:30 +0200
                        </pubDate>
                        <title>Pressemitteilung zur heutigen Verabschiedung des Sächsischen Straßengesetzes</title>
                        <link>
                            
                                https://sachsen.adfc.de/pressemitteilung/pressemitteilung-zur-heutigen-verabschiedung-des-saechsischen-strassengesetzes
                            
                        </link>
                        <description>Statement von Dr. Janek Mücksch, dem Vorsitzenden des ADFC Sachsen e.V.</description>
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                            <![CDATA[
                                <p>Zur heutigen Verabschiedung der Novelle des Sächsischen Straßengesetzes (Drs. 8/7351) äußert sich der Vorsitzende des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC), Dr. Janek Mücksch:&nbsp;</p>
<p>"Ich freue mich sehr über diese Planungserleichterung beim Radwegebau an Staats- und Kreisstraßen in Sachsen. Damit können nun Radwege wesentlich schneller und einfacher gebaut werden. Wir gehen davon aus, dass Sachsens Verkehrsministerin Regina Kraushaar nun Tempo macht und die vielen fehlenden Radwegabschnitte im ländlichen Raum schnell fertig stellt."</p>
<p>In der heutigen Plenarsitzung hat der Sächsische Landtag mit der Novellierung des Sächsischen Straßengesetzes beschlossen, dass beim Bau oder der Änderung von Radwegen als Bestandteil von Staatsstraßen oder Kreisstraßen im Regelfall kein Planfeststellungsverfahren mehr notwendig ist. Das zeitraubende Verfahren soll nur noch dann durchgeführt werden, wenn eine Umweltverträglichkeitsprüfung erforderlich ist.&nbsp;</p>
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                        <guid isPermaLink="false">news-70701</guid>
                        <pubDate>
                            Tue, 23 Jun 2026 16:35:35 +0200
                        </pubDate>
                        <title>Hitzeschock fürs E-Bike: So bleibt der Akku in Sachsen cool</title>
                        <link>
                            
                                https://sachsen.adfc.de/pressemitteilung/hitzeschock-fuers-e-bike-so-bleibt-der-akku-in-sachsen-cool
                            
                        </link>
                        <description>Sachsen steht in den kommenden Tagen vor einer extremen Hitzewelle mit Temperaturen von bis zu 40 Grad. Nutzern von Pedelecs und E-Bikes empfiehlt der ADFC, bei extremen Temperaturen auf den Schutz des Akkus zu achten.</description>
                        <content:encoded>
                            <![CDATA[
                                <p>Mit einfachen Maßnahmen können Pedelecfahrer Schäden vermeiden und die Lebensdauer ihres Akkus deutlich verlängern. Denn Akkus reagieren empfindlich auf Hitze und spätestens ab etwa 50 Grad drohen Schäden.</p>
<p>Janek Mücksch, Vorsitzender des ADFC Sachsen erklärt dazu: „Hohe Temperaturen können die Lebensdauer von Lithium-Ionen-Akkus deutlich verkürzen. Unter ungünstigen Bedingungen können sie sogar explodieren. Wir sitzen auf einem Pulverfass, wenn man bedenkt, dass es in Sachsen mindestens 700.000 Pedelecs gibt.“ Der ADFC empfiehl daher dringend, E-Bikes nicht in der prallen Sonne zu parken. Pedelecs sollten bei Hitze unbedingt im Schatten abgestellt werden.</p>
<p>Auch beim Laden empfiehlt der ADFC besondere Vorsicht, denn Akkus sollten nie in direkter Sonneneinstrahlung geladen werden. Bei längeren Pausen während Radtouren empfiehlt der ADFC zudem, Akkus teilgeladen und kühl zu lagern. Als ideal gilt dabei ein Ladezustand von 30 bis 70 Prozent und Temperaturen zwischen 10 und 15 Grad.</p>
<p>„Moderne Akkus verfügen zwar über Schutzschaltungen, die das Laden bei Überhitzung stoppen, doch Pedelecfahrer sollten sich darauf nicht darauf verlassen. Prävention ist der beste Schutz“ ergänzt Mücksch.</p>
<p><strong>Hintergrund</strong></p>
<p>Der ADFC Sachsen informiert zu Akkuschutz für Pedelecs, da die Zahl elektrisch unterstützter Fahrräder immer weiter zunimmt. Seit drei Jahren werden in Deutschland mehr Pedelecs als klassische Fahrräder verkauft. Eine genaue amtliche Zahl, wie viele Pedelecs in Sachsen unterwegs sind, gibt es nicht, denn Pedelecs (bis 25 km/h) sind zulassungs- und kennzeichenfrei und werden daher nicht in einem Fahrzeugregister erfasst. Basierend auf Umfragedaten schätzt der ADFC, dass es in Sachsen um die 700.000 E-Bikes gibt.</p>
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                    </item>
                
                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-71033</guid>
                        <pubDate>
                            Tue, 23 Jun 2026 07:32:37 +0200
                        </pubDate>
                        <title>ADFC kommentiert Halbzeitbilanz des Nationalen Radverkehrsplans</title>
                        <link>
                            
                                https://sachsen.adfc.de/pressemitteilung/adfc-kommentiert-halbzeitbilanz-des-nationalen-radverkehrsplans-6
                            
                        </link>
                        <description>Die Halbzeitbilanz des Nationalen Radverkehrsplans fällt aus ADFC-Sicht ernüchternd aus. Deutschland verfehlt zentrale Radverkehrsziele bei Ausbau, Sicherheit, Fahrradnutzung und Finanzierung. </description>
                        <content:encoded>
                            <![CDATA[
                                <p><strong>Am Freitag hat das Bundesverkehrsministerium eine Zwischenevaluation zum Nationalen Radverkehrsplan 3.0 (NRVP) veröffentlicht. Die Bundesregierung hatte sich vorgenommen, die per Rad zurückgelegten Kilometer bis 2030 zu verdoppeln und flächendeckend im ganzen Land für attraktive und sichere Radwegenetze zu sorgen. Die Halbzeitbilanz ist jedoch ernüchternd. ADFC-Bundesgeschäftsführerin Dr. Caroline Lodemann kommentiert:</strong></p>
<p>„Vertrauen in Demokratie und politisches Handeln entsteht, wenn Ziele und Pläne verlässlich umgesetzt werden. Beim Nationalen Radverkehrsplan allerdings riskiert die Bundesregierung dieses Vertrauen. Sie stellt Dinge in Aussicht, die sie bislang nicht einlöst. Angekündigt waren flächendeckende und sichere Radwegenetze in den Städten und auf dem Land. Gekommen ist ein Flickenteppich aus vereinzelten Radwegeprojekten, aber kein verbindlicher Umsetzungsplan und keine langfristig verlässliche Finanzierung für ein zusammenhängendes Netz. Die Menschen merken das täglich auf der Straße. Stress, Frustration und Unfallzahlen steigen. Ein zentraler Grund dafür ist, dass Radfahrende auf unsicheren und unzureichend ausgebauten Wegen unterwegs sein müssen. Wir sind alarmiert vom schwachen Umsetzungsstand des Nationalen Radverkehrsplans und fordern einen Bund-Länder-Vertrag sowie eine verlässlich finanzierte Fahrradmilliarde vom Bund, um ein sicheres und gut ausgebautes Alltags-Radnetz in Deutschland endlich verbindlich voranzubringen. Zufriedene Verkehrsteilnehmer stärken das Vertrauen in die Demokratie – und das muss für die Nutzerinnen und Nutzer aller Verkehrsmittel gelten.“</p>
<h4 class="text-justify"><span><strong>ADFC-Einordnung: Ziele nicht einmal ansatzweise erreicht</strong></span></h4>
<p>Bis 2030 sollen flächendeckende, attraktive und sichere Radwegenetze in ganz Deutschland entstehen. Die Zwischenbilanz zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans zeigt: Dieses Ziel wird mit dem bisherigen Ausbautempo und der bisherigen Finanzierung nicht einmal ansatzweise erreicht.&nbsp;</p>
<p>1. Einzelne, durchaus gute Radwegeprojekte ergeben noch kein Netz. Nach wie vor klaffen große Lücken im Radwegenetz: in Städten, zwischen Kommunen und im ländlichen Raum.</p>
<p>2. Die Verkehrsleistung, also die Kilometer, die mit dem Rad zurückgelegt werden, ist seit 2017 nur um 5,4 Prozent gestiegen. Die angestrebte Verdoppelung der Verkehrsleistung bis 2030 ist damit in weite Ferne gerückt. Auch die Fahrradnutzung insgesamt wächst deutlich langsamer als erforderlich. Alarmierend: Bei Kindern und Jugendlichen ging die Fahrradnutzung sogar zurück.&nbsp;</p>
<p>3. Der Nationale Radverkehrsplan verfolgt das Leitbild der Vision Zero: Kein Mensch soll im Straßenverkehr getötet oder schwer verletzt werden. Doch die Bilanz ist ernüchternd: Die Zahl der im Radverkehr getöteten Personen lag im Jahr 2024 mit 445 Todesopfern auf dem Niveau des Referenzjahres 2019. Das Ziel, die Zahl der im Straßenverkehr getöteten Radfahrenden bis 2030 um 40 Prozent zu reduzieren, wurde in der ersten Hälfte der Laufzeit nicht ansatzweise erreicht. Sichere Infrastruktur für alle Radfahrenden bleibt damit die dringlichste Aufgabe der Radverkehrspolitik.</p>
<p>4. Die Intermodalität stagniert: Fortschritte bei der Verknüpfung von Fahrrad und öffentlichem Verkehr bleiben weitgehend aus.</p>
<p>5. 30 Euro pro Kopf und Jahr sollten für den systematischen Ausbau flächendeckender Radwegenetze zur Verfügung stehen – aktuell sind es nur 14 Euro und damit nicht einmal die Hälfte.&nbsp;</p>
<h4 class="text-justify"><span><strong>ADFC fordert verbindlichen Bund-Länder-Vertrag</strong></span></h4>
<p>Der Ausbau flächendeckender und für die breite Bevölkerung attraktiver Radwegenetze kommt nur schleppend voran. <strong>Lodemann:</strong> „Deutschland verfehlt seine Radverkehrsziele – bei der Verkehrsleistung, bei der Verkehrssicherheit, bei der Fahrradnutzung von Kindern und Jugendlichen, bei der Intermodalität und bei den Investitionen. Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis fehlender Verbindlichkeit, unzureichender Finanzierung und mangelnder politischer Konsequenz. Die verbleibende Laufzeit des NRVP bis 2030 reicht kaum noch aus, um die Versäumnisse der vergangenen Jahre vollständig aufzuholen. Umso wichtiger ist es, jetzt die richtigen Weichen zu stellen.“ Der ADFC fordert daher einen Bund-Länder-Vertrag, in dem verbindliche Ausbauziele für ein bundesweit abgestimmtes Radwegenetz und dessen kontinuierliche Anpassung festgeschrieben sind. Darin müssen außerdem klare Verantwortlichkeiten benannt und langfristig gesicherte Finanzierungs- und Qualitätsstandards vorgegeben sein. Eine verbindliche Monitoring- und Berichtspflicht macht Fortschritte und Lücken beim Ausbau sichtbar. Der Bund-Länder-Vertrag&nbsp;soll den Ausbau bis 2030 steuern und die Weiterentwicklung des NRVP auch nach 2030 absichern.</p>
<h4 class="text-justify"><span><strong>Über den ADFC</strong></span></h4>
<p>Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit rund 240.000 Mitgliedern die größte Interessenvertretung für Radfahrende in Deutschland und weltweit. Zusammen mit seiner Jugendorganisation Junger ADFC setzt er sich für sichere, komfortable Radwege und fahrradfreundliche Rahmenbedingungen als Basis einer nachhaltigen und gesunden Mobilität ein. Der ADFC ist bekannt für Auszeichnungen wie „Fahrradfreundlicher Arbeitgeber“ und Bett+Bike, zertifiziert touristische Qualitätsradrouten und stärkt mit Trainings und Aktionen – etwa zu sicheren Schulwegen – die Verkehrssicherheit von Menschen jeden Alters.&nbsp;</p>
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                        <pubDate>
                            Tue, 09 Jun 2026 10:56:35 +0200
                        </pubDate>
                        <title>Radverbot zwischen Dresden und Bischofswerda: Schnelle Alternative statt Verbote</title>
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                                https://sachsen.adfc.de/pressemitteilung/radverbot-zwischen-dresden-und-bischofswerda-schnelle-alternative-statt-verbote
                            
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                        <description>Einschränkung der Fahrradmitnahme schadet Pendlern und Tourismus gleichermaßen / ADFC mit Maßnahmenkatalog</description>
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                            <![CDATA[
                                <p>Seit heute schränkt der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) wegen eines akuten Mangels an Fahrzeugen die Fahrradmitnahme in den Regionalzügen zwischen Dresden und Bischofswerda zeitlich ein. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Sachsen kritisiert diese Maßnahme scharf. Das pauschale Verbot greife zu kurz, behindere Pendler und füge dem regionalen Radtourismus in der Oberlausitz massiven Schaden zu.</p>
<p>„Ein funktionierendes und attraktives Angebot ist das Fundament dafür, dass Menschen ihre Mobilitätsentscheidung frei treffen können. Fahrräder jetzt aus dem Regionalexpress auszusperren, ist jedenfalls der völlig falsche Weg und ein Rückschritt für die gesamte Region. Das ist Verbotskultur ohne Sinn und Verstand“ sagt Janek Mücksch, der Vorsitzende des ADFC Sachsen.</p>
<p>„Die verhängte Sperrzeit ist ein enormes Problem. Sie trifft nicht nur Pendler zwischen Bischofswerda und Dresden, sondern versetzt vor allem dem Radtourismus in der Oberlausitz einen schweren Schlag. Uns ist bewusst, dass die Gründe für die Überlastung der Züge vielschichtig sind und sich vielleicht nicht von heute auf morgen lösen lassen. Aber Fahrräder einfach stumpf auszuschließen, ist ein Offenbarungseid. Es richtet immensen wirtschaftlichen und touristischen Schaden an.“ ergänzt Mücksch.</p>
<p>Nach Ansicht des ADFC Sachsen zeigt die aktuelle Krise, dass der Schienenpersonennahverkehr zwischen Dresden und Bautzen unzureichend auf den anhaltenden Erfolg des Deutschlandtickets und die steigenden Kraftstoffpreise vorbereitet ist. Der ADFC bedauert sehr, dass Radreisende kurzfristig vor vollendete Tatsachsen gestellt werden und Fachverbände nicht in die Entscheidungsfindung einbezogen wurden. Um den Kollaps des multimodalen Verkehrs zu verhindern und den Fahrgästen eine verlässliche Mobilität zu bieten, fordert der Verein ein sofortiges Umdenken und legt einen konkreten Forderungskatalog vor.<br>&nbsp;</p>
<p><strong>Sofortmaßnahmen: Schnelle Lösungen für Tourismus und Pendler</strong></p>
<p>Da die technischen Probleme an den Triebwagen kurzfristig nicht behoben werden können, müssen umgehend alternative Angebote geschaffen werden, um den Ausschluss abzufedern. Neben der kurzfristigen Anmietung lokbespannter Züge mit Doppelstockwagen ist dies insbesondere:</p><ul class="listicon2"><li><span><strong>Für den Radtourismus:</strong> Die Einführung von Reservierungsmöglichkeiten für eine begrenzte Anzahl an Fahrrädern – analog zum Fernverkehr. Der ADFC erwartet vom VVO, dass er die Mitnahme nicht einfach streicht, sondern zeitnah technische Lösungen implementiert, die Radreisenden eine verlässliche Planung ermöglichen.</span></li><li><span><strong>Für Pendler:</strong> Eine sofortige Preisreduzierung für die Nutzung der Sammelschließanlage in Bautzen sowie der Fahrradboxen in Radeberg, um das diebstahlsichere Abstellen am Bahnhof attraktiver zu machen. Zudem muss die Kapazität der Fahrradständer am Knotenpunkt Arnsdorf kurzfristig erweitert werden.</span></li></ul><p>Um die Züge dauerhaft von der Fahrradmitnahme zu entlasten, ohne Menschen vom Umstieg auf die Schiene abzuhalten, fordert der ADFC Sachsen eine strategischere Herangehensweise der Verantwortlichen bei der Verknüpfung von Bahn und Rad. Unter anderem:</p><ul class="listicon2"><li><span><strong>Massiver Ausbau der Fahrradabstellanlagen:</strong> Nur wenn Bahnhöfe sichere Abstellmöglichkeiten bieten, lassen Pendler ihr Rad am Startbahnhof zurück. Aktuell ist der Zustand desolat: Die Anlagen in Bischofswerda und Löbau wurden vom ADFC mit der Note 5 bewertet. Löbau verfügt bei rund 1.000 Einsteigern täglich über gerade einmal 11 diebstahlsichere Stellplätze; in Breitendorf gibt es überhaupt keine. Auch in Arnsdorf besteht dringender Erweiterungsbedarf.</span></li><li><span><strong>Integration des erfolgreichen Mobibike-Systems in das Deutschlandticket:</strong> Ein Großteil der Reisenden nach Dresden würde nicht auf die Mitnahme des eigenen Fahrrads im Zug angewiesen sein, wenn am Zielbahnhof unkompliziert Leihräder zur Verfügung stünden. Ein im Ticket integriertes Angebot – zum Beispiel 30 Freiminuten für Abo-Kunden – würde hierfür den entscheidenden Anreiz bieten. In anderen Verkehrsverbünden ist das schon heute Realität (Köln (KVB), Bremen (BSAG), Dortmund (VRR)).</span></li><li><span><strong>Sachgerechte Ausfinanzierung des Deutschlandtickets:</strong> Der Bund hat mit dem Deutschlandticket ein attraktives ÖPNV-Angebot auf die Beine gestellt, das zahlreiche Neukunden auf die Schiene gebracht hat. Nach Zahlen des ADFC hat die Nutzung von Regionalzügen seit 2019 um 29% zugenommen. Die Finanzierung des ÖPNV jedoch ist nicht im gleichen Maß angewachsen, ganz zu schweigen vom Fahrzeugmaterial. Für ein attraktives Angebot muss der Bund endlich die Finanzierung des ÖPNV gewährleisten. Hierzu stehen auch die sächsischen Abgeordneten in Berlin in der Verantwortung.</span></li></ul><p>Ursprüngliche Meldung des VVO: <a href="https://www.vvo-online.de/de/aktuelles/news/Trilex-10113.cshtml" target="_blank" class="moz-txt-link-freetext" rel="noreferrer noopener">https://www.vvo-online.de/de/aktuelles/news/Trilex-10113.cshtml</a></p>
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                        <pubDate>
                            Wed, 03 Jun 2026 10:02:03 +0200
                        </pubDate>
                        <title>Prioritätenstreit im Landtag: Prachtbauten statt sichere Radwege in der Lausitz</title>
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                                https://sachsen.adfc.de/pressemitteilung/prioritaetenstreit-im-landtag-prachtbauten-statt-sichere-radwege-in-der-lausitz
                            
                        </link>
                        <description>ADFC kritisiert Stillstand beim Bau des Radwegs an der S 140 zwischen Neugersdorf und Seifhennersdorf</description>
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                            <![CDATA[
                                <p>Schon zwei Jahre ist es nun her, da erteilte die Landesdirektion Baurecht für den 2,6 km langen Radweg entlang der S 140 zwischen Neugersdorf und Seifhennersdorf. Auch Regina Kraushaar, damals noch in der Rolle der Präsidentin der Behörde, war optimistisch gestimmt: „Wer die schöne Oberlausitz per Rad erkunden möchte, bekommt eine neue, sichere Verbindung, die das bestehende Streckennetz optimal ergänzt.“ sagte die heutige sächsische Infrastrkturministerin über das Radwegprojekt.</p>
<p>Doch über zwei Jahre später ist weiter kein Radweg in Sicht. Denn der Sächsische Landtag stellt die erforderlichen Mittel zum Bau des Radwegs nicht bereit. Das geht aus der Antwort der Staatsregierung auf eine Kleine Anfrage der Landtagsabgeordneten Franziska Schubert hervor. Trotz fertiger Planung, genehmigtem Bau und klarer verkehrlicher Bedeutung bleibt das Projekt im Investitionsstau hängen. Besonders bemerkenswert: Staatsministerin Regina Kraushaar selbst verweist in ihrer Antwort auf die Anfrage ausdrücklich auf die Bedeutung der Strecke als Schulweg, insbesondere für das Oberland-Gymnasium in Seifhennersdorf.</p>
<p>„Der Bau des Radwegs hätte längst beginnen können, wenn die Landtagsabgeordneten im letzten Jahr nicht die Mittel für den Radwegebau zusammengestrichen hätten“ kritisiert Janek Mücksch, Vorsitzender des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs ADFC Sachsen. „Der Freistaat bestätigt selbst, dass die S 140 eine wichtige Schulwegverbindung ist und trotzdem passiert nichts“, sagt Janek Mücksch. „Es ist frustrierend, dass man Schülerinnen und Schüler weiter einer enormen Gefährdung aussetzt, und sich im Landtag keine Mehrheit findet, diese unhaltbare Situation zu ändern.“</p>
<p>Besonders kurios sei, dass der Landtag ohne Weiteres Mittel für andere fragwürdige Projekte bereitstelle. Etwa 112 Mio. Euro soll ein Erweiterungsbau des Sächsischen Landtags kosten und für über 19 Mio. Euro saniert sich der Ministerpräsident den Gebäudekomplex der Staatskanzlei.</p>
<p>Der ADFC Sachsen fordert deshalb die Landtagsabgeordneten auf, in den anstehenden Haushaltsverhandlungen begangene Fehler zu korrigieren: „Die Planung ist fertig, der Bedarf ist anerkannt, der Nutzen ist unstrittig. Jetzt müssen die Abgeordneten nur noch die Mittel freigeben. Alles andere wäre schlichtweg nicht mehr vermittelbar. Man kann doch keinem normalen Menschen erklären, dass man jahrelang plant, um dann fertige und genehmigte Projekte in der Schublade verschwinden zu lassen“ erklärt Mücksch. Der ADFC Sachsen wird die weitere Entwicklung des Projekts aufmerksam verfolgen und sich weiterhin für eine zügige Umsetzung einsetzen.</p>
<p>Antwort auf die Landtagsanfrage: <a href="https://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=6977&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=8&amp;pos_dok=1&amp;dok_id=undefined" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=6977&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=8&amp;pos_dok=1&amp;dok_id=undefined</a></p>
<p>Meldung der Landesdirektion zur Genehmigung der Planung (2024): <a href="https://medienservice.sachsen.de/medien/news/1074859" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://medienservice.sachsen.de/medien/news/1074859</a></p>
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                        <guid isPermaLink="false">news-70201</guid>
                        <pubDate>
                            Mon, 01 Jun 2026 11:17:46 +0200
                        </pubDate>
                        <title>112 Millionen für Landtag, null Euro für neue Radwege?</title>
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                                https://sachsen.adfc.de/pressemitteilung/112-millionen-fuer-landtag-null-euro-fuer-neue-radwege
                            
                        </link>
                        <description>Fahrradclub kritisiert Geldverschwendung für Landtagserweiterung und fordert Rücknahme der Kürzungen bei der Radinfrastruktur.</description>
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                            <![CDATA[
                                <p>Mit blankem Unverständnis reagiert der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Sachsen auf die Pläne des Freistaates, den Sächsischen Landtag für über 112 Millionen Euro baulich zu erweitern. Während für repräsentative Großprojekte der öffentlichen Hand scheinbar unbegrenzte Mittel zur Verfügung stehen, wurde der Etat für den Ausbau sicherer Radwege im aktuellen Landeshaushalt radikal zusammengestrichen. Auch im nächsten Doppelhaushalt ist seitens der Staatsregierung keine Besserung beim Radwegebau in Sicht. Der Fahrradclub fordert die Staatsregierung und die Fraktionen des Landtags daher eindringlich auf, diese Prioritätensetzung zu korrigieren und einen substanziellen Teil der Mittel in den Ausbau sicherer Fahrradinfrastruktur umzuverteilen.</p>
<p>„Es ist den Bürgerinnen und Bürgern im Freistaat schlicht nicht mehr vermittelbar, dass auf der einen Seite über 112 Millionen Euro für zusätzliche Flächen der Staatsverwaltung und politische Repräsentation ausgegeben werden, während zeitgleich die Mittel für alltägliche Notwendigkeiten wie sichere Radwege radikal zusammengestrichen werden“, <strong>erklärt Janek Mücksch, Vorsitzender des ADFC Sachsen.</strong> „Man muss sich nicht wundern, wenn die Menschen das Vertrauen in die Politik verlieren und das Gefühl haben, dass Politiker sich nicht für die Lösung der Probleme einfacher Leute interessieren.“</p>
<p>Die Situation auf Sachsens Straßen ist für Radfahrende vielerorts nach wie vor lebensgefährlich. Jedes Jahr sterben im Freistaat 25 Menschen bei Verkehrsunfällen auf dem Fahrrad. Viele dieser Tragödien wären durch baulich getrennte Radwege vermeidbar. Obwohl in den Schubladen der Planungsbehörden zahlreiche baureife Entwürfe für wichtige Radwegverbindungen liegen, können diese aufgrund fehlender Mittel nicht realisiert werden.</p>
<p>Der ADFC Sachsen verdeutlicht die Dimensionen des geplanten Landtagsumbaus anhand einer konkreten Gegenrechnung: Von den veranschlagten 112 Millionen Euro für den Parlamentsneubau ließen sich rund 250 Kilometer straßenbegleitende Radwege an Staats- und Kreisstraßen in Sachsen vollständig finanzieren und realisieren. Das Parlament ist in den vergangenen 35 Jahren hervorragend mit der bestehenden Gebäudegröße ausgekommen. Eine kostspielige Expansion in Zeiten akuter Haushaltskonsolidierung an anderer Stelle setzt das völlig falsche Signal.</p>
<p><strong>Janek Mücksch betont weiter:</strong> „Eine sichere Radinfrastruktur schützt direkt Menschenleben. Sie ist die Voraussetzung dafür, dass Schulkinder, Berufspendler und Familien im ländlichen Raum wie in den Städten unversehrt zum Ziel kommen. Sichere Infrastruktur muss im Zweifelsfall immer wichtiger sein als zusätzliche Protzbauten zur politischen Repräsentation. Der Freistaat muss endlich die selbst gesetzten Ziele ernst nehmen und die seit Jahren geplanten hunderten Kilometer Radwege an Staatsstraßen bauen, statt Millionen in Beton für die Politik zu gießen.“</p>
<p>Der ADFC Sachsen appelliert daher an die Abgeordneten des Sächsischen Landtags, bei den anstehenden Haushaltsverhandlungen Mut zur politischen Kehrtwende zu beweisen. Die Umwidmung eines Teils der Landtagsmittel zugunsten des Radverkehrs wäre ein starkes Zeichen dafür, dass die Sorgen der Bevölkerung und die Vision Zero – das Ziel von null Verkehrstoten – im Freistaat Priorität vor politischer Selbstdarstellung haben.</p>
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                        <pubDate>
                            Wed, 29 Apr 2026 09:35:15 +0200
                        </pubDate>
                        <title>Sicherheit ist kein Zufall, sondern Ergebnis guter Infrastruktur</title>
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                                https://sachsen.adfc.de/pressemitteilung/sicherheit-ist-kein-zufall-sondern-ergebnis-guter-infrastruktur
                            
                        </link>
                        <description>Angesichts der aktuell steigenden Zahl von Fahrradunfällen warnt der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Sachsen davor, die Schuld einseitig bei den Radfahrenden zu suchen.</description>
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                            <![CDATA[
                                <p>Stattdessen fordert der Verein ein Umdenken in der Verkehrspolitik hin zu einer Infrastruktur, die Fehler verzeiht und Menschen schützt. „Wir dürfen die Verantwortung nicht länger allein auf die Unfallopfer abwälzen“, betont Janek Mücksch, Vorsitzender des ADFC Sachsen. „Die Daten des Statistischen Landesamtes sprechen eine deutliche Sprache: Bei Unfällen zwischen Autos und Fahrrädern tragen Radfahrende nur in drei von zehn Fällen die Hauptschuld. Dass die Unfallzahlen insgesamt steigen, ist auch eine Folge des positiven Trends, dass immer mehr Menschen das Rad für immer längere Wege nutzen. Doch die Infrastruktur in Sachsen hält mit dieser Entwicklung nicht Schritt.“</p>
<p><strong>Angst um die Kleinsten: Schulwege als Gradmesser</strong></p>
<p>Ein besonderes Anliegen ist dem ADFC die Sicherheit der jüngsten Verkehrsteilnehmer. „Unser Ziel ist es, dass Eltern sich wieder trauen, ihre Kinder allein mit dem Rad zur Schule fahren zu lassen“, so Mücksch weiter. „Aktuell erleben wir jedoch das Gegenteil: Aus berechtigter Angst um die Sicherheit ihrer Kinder verzichten viele Familien darauf. Ein Schulweg darf kein riskanter Hindernisparcours sein. Wenn Eltern sich gezwungen fühlen, ihre Kinder mit dem Auto bis vor das Schultor zu bringen, ist das ein klares Zeichen für das Scheitern der aktuellen Verkehrsplanung.“</p>
<p>Auch für ältere Menschen ist es schwieriger, die Mängel im Radwegenetz auszugleichen und an Kreuzungen schnell zu reagieren, wenn Autofahrer ihnen die Vorfahrt nehmen. Doch genau dieser Gruppe ermöglicht das E-Bike neue selbständige Mobilität. „Statt den Bau sicherer Radwege auszubremsen und auf den Sankt Nimmerleinstag zu verschieben, ist die Politik gefordert, die Infrastruktur so auszubauen, dass sie für alle Altersgruppen funktioniert. Die politischen Entscheidungsträger, die schon seit Jahren immer wieder die notwendigen Mittel für den Radwegebau nicht freigeben, tragen Mitverantwortung für die vielen unnötig schwer verletzten und getöteten Radfahrer in Sachsen.“, sagt der ADFC-Vorsitzende. Seit Jahren schiebt der Freistaat Sachsen baureife Radwegprojekte vor sich her. Weil die Finanzierung nicht steht, kann der Freistaat Radwegprojekte an Staatsstraßen mit einer Gesamtlänge von über 35 Kilometern nicht beginnen.</p>
<p><strong>Der ADFC Sachsen formuliert angesichts der Lage drei Kernforderungen:</strong></p>
<p>1. Schluss mit der Täter-Opfer-Umkehr</p>
<p>Der Fokus der öffentlichen Debatte muss sich verschieben. Da Radfahrende in der Mehrzahl der Kollisionen mit Pkw nicht die Hauptverursacher sind, greifen Appelle zur Eigenverantwortung und ein paar Polizeikontrollen von Radfahrenden zu kurz. Die Zunahme der zurückgelegten Wegestrecken führt statistisch zu einer höheren Exponiertheit, der nur durch den Ausbau sicherer Radwege begegnet werden kann.</p>
<p>2. Mehr Verkehrskontrollen gegen Raser</p>
<p>Sicherheit entsteht durch die Einhaltung von Regeln. „Ziel muss es sein, Unfälle proaktiv zu vermeiden“, so Mücksch. „Dafür muss die Polizei deutlich öfter Raser kontrollieren und aus dem Verkehr ziehen. Es ist alarmierend, dass die Zahl der polizeilichen Kontrollen in Sachsen in den letzten 20 Jahren um zwei Drittel gekürzt wurde.“ Seit 2020 dürfen LKW nur in Schrittgeschwindigkeit abbiegen. Diese Regelung wurde eingeführt, um schwere und oft tödliche Unfälle zu verhindern. Dem ADFC ist nicht bekannt, dass die Polizei dies kontrollieren würde. Der ADFC fordert zudem Tempo 30 innerorts, besonders an Schulwege und wo sichere Radwege fehlen. Dies entspricht der Umsetzung des geltenden Rechts.&nbsp;</p>
<p>3. Radwege-Boost und Entschärfung von Unfallstellen</p>
<p>Die Priorität der Verkehrsplanung lag in Sachsen über 30 Jahre lang fast ausschließlich darauf, das Autofahren komfortabler zu machen. Das Resultat ist eine oft untaugliche oder komplett fehlende Radinfrastruktur. Auch aktuell weigert sich die Politik immer wieder, dringend benötigte Lückenschlüsse im Radwegenetz zu stopfen, wie zum Beispiel zu den Mikroelektronikstandorten im Dresdner Norden oder an zahlreichen Staatsstraßen in Sachsen. Aktuell sind nur etwa 17 % der sächsischen Staats- und Bundesstraßen mit Radwegen ausgestattet. Der ADFC fordert einen Radwege-Boost sowie die Beseitigung gefährlicher Stellen, damit Radfahren für alle Altersgruppen angstfrei möglich wird.</p>
<p>„Drei von vier Sachsen fühlen sich auf dem Rad gefährdet. Dieses Unsicherheitsgefühl ist der größte Bremsklotz für sicheren Verkehr in der Stadt“, erklärt Janek Mücksch abschließend. „Sachsen braucht jetzt mehr Geld, mehr Personal in den Planungsbehörden und vor allem den politischen Willen, die 'Vision Zero' – das Ziel von null Verkehrstoten – zur obersten Leitlinie zu machen.“</p>
<p><strong>Über den ADFC Sachsen</strong></p>
<p>Der ADFC Sachsen e. V. ist mit über 10.000 Mitgliedern die größte Interessenvertretung für Radfahrerinnen und Radfahrer im Freistaat Sachsen. Er setzt sich für eine vernünftige Verkehrspolitik ein und unterstützt seine Mitglieder mit Serviceangeboten rund um das Fahrrad.</p>
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